- Der Auszahl-Steuersatz ist nicht linear: je mehr ich auf einmal auszahle, desto höher ist er.
- Mach ich mehrere 3a-Kontos und beziehe das Geld in verschiedenen Jahren, spare ich massiv Steuern.
Wenn ich meine Säule3a auszahlen lasse, musst ich diesen Betrag versteuern.
Wie hoch die Auszahl-Steuer tatsächlich ist, unterscheidet sich von Kanton zu Kanton.
Für mich (Stadt Zürich, weiblich) sähe die Steuer so aus:
- Für eine Auszahlung von 250’000.- würde ich 17’000.- zahlen.
- Für eine Auszahlung von 500’000.- würde ich 56’000.- zahlen.
- Für eine Auszahlung von 1’000’000 würde ich 161’000 zahlen.
Das sagt mir der Rechner «Besteuerung Kapitalauszahlung 3a» der Schwyzer Kantonalbank – probiere das Tool selbst aus, um zu sehen, wie hoch die Beträge für dich wären.
Je höher der ausgezahlte Betrag, desto höher der Steuersatz
Was auffällt: Das Verhältnis zwischen der Steuer und dem ausgezahlten Betrag variiert – und zwar ziemlich stark!
Bei 250’000.- Franken zahle ich knapp sieben Prozent. Bei einer Million zahle ich über 16 Prozent.

Man zahlt also mehr, je höher der ausgezahlte Betrag ist.
Deshalb haben sich die berechnenden Insider etwas einfallen lassen, das „gestaffelter Bezug“ heisst.
Ich mach mehrere 3a-Kontos und beziehe das Geld gestaffelt
Ich kann ein 3a-Konto bzw. Portfolio immer nur als ganzes räumen: Einen Teilbetrag rausnehmen und den Rest drin lassen ist nicht möglich.
Ich kann aber mehrere 3a-Kontos bzw. Portfolios anlegen 🙂
Das erlaubt mir…
- …kleinere Beträge auszahlen zu lassen, zu verschiedenen Zeitpunkten.
- …bei jedem dieser kleinen Beträge unter einen geringeren Steuersatz zu fallen.
- …insgesamt weniger Steuern zu zahlen.
Zahle ich zum Beispiel eine Million Franken in vier Tranchen aus, gebe ich insgesamt 68’000.- statt 161’000.- Franken ab. Das ist weniger als die Hälfte.
Sneaky! 😉

Die verschiedenen Portfolios kann ich bei mehreren Anbietern eröffnen, oder bei einem einzigen.
Ich habe es bei meinem Anbieter (Viac) ausprobiert – dort kann ich mit wenigen Klicks ein zweites (drittes, viertes, fünftest) Portfolio eröffnen.

Da ich erst seit drei Jahren einzahle, arbeite ich aber noch mit einem einzigen Portfolio.
Ein hoher Aktienanteil kann eine Steuerfalle sein
Lege ich mein Geld in Aktien an, kann es Fälle geben, bei denen die Auszahlsteuer die 3a-Steuerersparnisse, die ich über all die Jahre gemacht habe, übertrifft.
Das ist aber erst relevant, nach dem ich einige Jahre eingezahlt habe. Vielleicht leiste ich mir in 15 Jahren mal eine Finanzberatung zu diesem Thema. Die Erkenntnisse werde ich natürlich teilen :-).